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SpitzwegerichHeimische Heilpflanzen gegen Frühjahrsmüdigkeit und "Zipperlein"

Viele heimische Heilpflanzen, die besonders im Frühjahr voller Vitalität sprießen, werden immer noch als Unkraut verkannt! Doch statt auf den Kompost sollten sie in Küche und Kochtopf wandern! Ob in Kräuterbutter oder Quark, im Salat, als Gemüse, Tee oder in der Suppe - sie übernehmen den Frühjahrsputz in unserem Körper! Sinn einer Frühjahrs-Kur ist es, "Schlacken", die sich im Laufe des Winters eventuell durch Bewegungsmangel und vitaminärmere Ernährung im Körper angesammelt haben, loszuwerden. "Schlacken" ist ein laienhafter Begriff für Stoffe, die am Schluss des Stoffwechselprozesses nicht ausgeschieden werden, sondern im Gewebe liegen bleiben und zu den verschiedensten Beschwerden führen können: Müdigkeit, rheumatische Beschwerden wie Gelenkschmerzen, Bewegungsschmerz, Kälteempfindlichkeit, verhärtete Muskulatur, schlechtes Hautbild. Für das Ausscheiden dieser "Schlacken" sind Niere, Leber, Galle und Darm zuständig. Die Lebenskraft frischer Frühjahrs-Wildkräuter kurbelt den Stoffwechsel an, wirkt heilend und hilft, Frühjahrsmüdigkeit zu vertreiben.

Zu vertreiben sind diese Wildkräuter aus Gemüse- und Blumenbeeten oft schwer. Doch statt sie mühsam auszuzupfen, sollten wir sie uns einfach einverleiben!

 

Der Giersch (Aegopodium podagraria)Giersch

Besonders hartnäckig wuchert Giersch und bringt so manchen Gärtner zur Verzweiflung. Doch betrachten wir Giersch einfach als delikates, regelmäßig nachwachsendes Bio-Gemüse - und ernten ihn ab! Er enthält viel Vitamin C und Mineralstoffe wie Eisen, Kupfer und Mangan. Sein botanischer Name verrät noch mehr: Podagra ist ein alter Name für Gicht. Giersch vertreibt das "Zipperlein", denn er entsäuert den Körper.
Zerquetschte Blätter eignen sich als Umschläge auf schmerzenden Gelenken, auch ein Absud aus den Blättern hilft als Badezusatz bei Rheuma, Gicht oder Krampfadern.


Rezept: 2 große Hände voll Gierschblätter übergießen mit 2 Liter kochendem Wasser, 10 Minuten zugedeckt ziehen lassen, dann ins Badewasser geben.
Die leckerste Möglichkeit, in den Genuss der heilsamen Kräfte des Giersch zu kommen, ist, ihn in Olivenöl anzubraten und mit jungen Kartoffeln zusammen zu verspeisen.

 

GänseblümchenRezept "Mai-Elixier"

Giersch gehört auch in unser "Mai-Elixier", ein sehr feiner Likör mit dem Aroma des Wonnemonats zur Erweckung der Lebenskräfte:
Gierschblätter, Gänseblümchenblüten, Gundelrebenkraut, Sauerampferblätter und Löwenzahnblüten werden in eine leere, saubere Flasche gefüllt und mit Schnaps, mindestens 38%igem, übergossen. 100 Gramm Kandiszucker dazugeben, die Flasche 3 Wochen verschlossen an einen hellen, sonnigen Ort stellen, täglich umschütteln, danach absieben.
Täglich 1 Gläschen nach den Mahlzeiten trinken - das bringt den Stoffwechsel in Schwung.

 

 


Rezept "Wiesenbowle"

Für alle, die eine nicht-alkoholische Variante bevorzugen, auch für Kinder und Jugendliche, gibt es eine Wiesenbowle.
In 1 Liter Apfelsaft hängen wir ein Kräutersträußchen aus Giersch, Gundelrebe, Gänseblümchen und Labkraut ....oder auch andere aromatische Kräuter, die Garten oder Wiese gerade hergeben. Ein Schuss Zitronensaft verfeinert das Aroma. Das Ganze sollte 4 bis 5 Stunden ziehen. Dann werden die Kräuter herausgenommen und die Bowle mit Mineralwasser aufgegossen. Zur Dekoration einfach einige frische Blüten darin schwimmen lassen!

 

Wiesen-Labkraut

Das Wiesenlabkraut (Galium aparine) ist eine schmackhafte Zutat im Frühlingssalat - oder einfach auf dem Butterbrot. Es regt die

Nierentätigkeit an, wirkt entwässernd und somit gegen Ödeme, reinigt die Haut, schützt die Schleimhäute, fördert die Entschlackung über die Lymphe und fördert den Abbau von Schadstoffen aus dem Körper. Seinen Namen hat es von Labferment, das auch im Kälbermagen vorkommt und hilft, die Milch zu verdauen. Es bringt Menschen, die sich müde und abgeschlagen fühlen, neue Energien.

 

 

 

 

 

Wildkräuter-Tee, frisch und getrocknet

Natürlich können alle hier genannten Wildkräuter frisch oder getrocknet (als Wintervorrat) für eine Teezubereitung genutzt werden. Dabei gilt allgemein als Dosierung: 1 Teelöffel getrocknete und 2 Teelöffel frisches Kraut auf 1 Tasse heißes Wasser.
Wollen Sie sich einen Wintervorrat anlegen, binden Sie die Pflanzen zu kleinen Sträußchen zusammen und hängen sie kopfüber zum Trocknen auf oder sie trocknen sie in einer dünnen Schicht liegend auf einem Leintuch. In jedem Fall sollte die Trocknung schonend erfolgen, das heißt an einem trockenen, warmen Platz, der aber schattig und gut belüftet ist.

Rezept Wildkräutertee - Frühjahrs-Kur für die Haut von außen und innen
Frühlingskräuter beleben ermüdete Haut und schützen gegen Schäden durch Umweltgifte. Sie regenerieren die Haut von innen heraus und helfen auch bei trockener Haut, Ekzemen und Neurodermitis.
Je eine Handvoll getrocknete Gänseblümchen und Brennnesselblätter mit Gundelrebe, Löwenzahnblättern und Wiesenlabkraut mischen. 1 Teelöffel dieser Mischung pro Tasse aufgießen, warm zur innerlichen Anwendung trinken, erkaltet als Gesichtswasser benutzen oder in einen Flakon füllen und die Haut damit besprühen.
Wildkräuter wie das Gänseblümchen oder die Brennnessel sind auch in Naturkosmetikprodukten enthalten. Lassen sie sich im Reformhaus oder im Naturkostladen beraten.

 

LöwenzahwieseLöwenzahn kennt wohl jeder. Er ist eine anerkannte Heilpflanze von der Wurzel bis zur Blüte. Der französische Name "piss en lit" weist deutlich auf seine entwässernde Wirkung hin. Er hilft gegen Entzündungen der Harnwege, Blähungen und bei Nierengrieß. Außerdem regt Löwenzahn den Gallenfluss an, sollte deshalb aber Gallensteinen mit Vorsicht genossen werden.
Löwenzahn, insbesondere die Wurzel, innerlich eingenommen, beugt entzündlichen Ablagerungen in Gelenken vor wie sie bei Rheuma und Arthrose vorkommen. Wussten Sie auch, dass Sie aus den Blüten ein wunderbares Massageöl herstellen können? Denn Löwenzahn löst auch äußerlich angewandt Verkrampfungen und schmerzhafte Ablagerungen in den Muskeln!
Füllen sie Löwenzahnblüten in ein Schraubdeckelglas, drücken sie fest an und übergießen sie mit einem guten Olivenöl, sodass alle Blüten mit Öl bedeckt sind. Lassen sie diesen Ansatz 4 bis 6 Wochen hell stehen, filtrieren dann durch ein Mulltuch ab und füllen das fertige Öl in eine Flasche aus braunem Glas, denn es muss lichtgeschützt und aufbewahrt werden. So ist es ein ganzes Jahr lang haltbar.

 

 

Konservierung von Wildkräutern als Mai-Pesto - voller Power!

Der Gehalt an wertvollen Wirkstoffen ist im Frühjahr in den Wildkräutern meist am größten. Um sie zu konservieren bietet sich die Aufbewahrung in Öl an. Dabei werden die gereinigten Wildkräuter schichtweise in Gläser gefüllt und mit einem hochwertigen Pflanzenöl übergossen. Damit sich kein Schimmel bildet, muss man darauf achten, dass die oberste Schicht stets mit Öl gut bedeckt ist.
Verfeinern lässt sich diese Konservierungsmethode in Form eines aromatischen und heilkräftigen Pestos! Je nach Wahl der Wildkräuter schmeckt es jedes Mal anders. Verwenden können sie Gundelrebe, Giersch, Sauerampfer, Labkraut, Kerbel, Liebstöckel, Löwenzahnblätter, Brennnessel.
Rezept: 120 g frische Wildkräuter vorsichtig waschen, trocken tupfen und grob zerkleinern. Zusammen mit 40 g gerösteten Sonnenblumenkernen, einigen Spritzern Zitronensaft, 150 ml Olivenöl und 40g frisch geriebenem Peccorino im Mixer zerkleinern bis eine homogene grüne Soße entsteht. In kleine Gläser abfüllen und kühl aufbewahren. Ein vitalisierender Genuss zu Pasta oder Aufläufen.

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"Meine PflanzenManufaktur" steckt voller nützlicher (und unnützer ;-)) Dinge, die unsere Vorfahren aus Pflanzen hergestellt haben und die wir auch heute noch ganz leicht selber machen können. Das macht Spaß und ist eine ganz besondere Art von Entschleunigung.

Meine Pflanzenmanufaktur

Altbekanntes und Zukunftsweisendes über Bäume aus der Sicht von drei Autoren: Kulte und Sagen (erzählt von Vera Zingsem), Traditionelles Heilwissen (ausgegraben von Ursula Stumpf), Wissenwertes und Überliefertes (neu belebt von Andreas Hase).

Mythische Bäume -

Alte Pflanzengötttinnen mit neuem Schwung! Das Buch wurde neu aufgelegt und erweitert durch 18 Pflanzen, die uns aus dem Stadtpflaster entgegen wachsen. Monat für Monat gibt es auch mitten in der Stadt neues, frisches Grün, das beachtet werden will. Es erzählt gerne etwas über sich selbst und seine Kräfte. Und findet immer wieder die Verbindung mit einer Göttin dieser Welt.

Pflanzengöttinnen und ihre Heilkräuter

Hier sind die Fotos von Samhain

Samhain 2017