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UnKräuter im Frühjahr sind Heilpflanzen

Damit Sie die Frühjahrsgefühle so richtig spüren, nutzen Sie die Kraft der Frühjahrspflanzen. Wer im Frühjahr seinen Garten bearbeitet, findet sie meist als UnKräuter auf den Beeten wachsend. Vielleicht wird er sie mit einem Stoßseufzer ausjäten und – Halt! – jetzt bitte nicht auf den Kompost, sondern in die Küche bringen J. Denn diese UnKräuter stecken voller Mineralstoffe und Spurenelemente, die den Körper mit Basen versorgen. Sie sind gleichzeitig lebendige, grüne Behälter für alle Vitamine, die frische Lebenskraft in unseren Körper bringen. Und sie stecken voller Pflanzensäfte, die das Blut reinigen und die Ausscheidungsfunktionen des Körpers unterstützen.

GierschDer Giersch (Aegopodium podagraria) bringt mit seiner Überlebenskraft so manchen Gärtner zur Verzweiflung. Doch wer den Giersch einfach als delikates, regelmäßig nachwachsendes Bio-Gemüse betrachtet und ihn so erntet, wird bald seine Kräfte schätzen lernen. Giersch enthält viel Vitamin C und Mineralstoffe wie Eisen, Kupfer und Mangan. Sein botanischer Name verrät, dass er in alten Zeiten als Heilpflanze gegen Gicht (Podagra) sehr geschätzt war. Giersch entsäuert den Körper und vertreibt das „Zipperlein“ aus den schmerzenden Gelenken. Dazu können Sie ihn fein hacken und über Salat, Gemüse, Nudeln oder Butterbrot streuen. Oder Sie braten ihn sanft in Olivenöl an und geben ihn z.B. über junge Kartoffeln.

Zerquetschte Blätter eignen sich als Umschläge auf schmerzenden Gelenken, auch ein Absud aus den Blättern hilft als Badezusatz bei Rheuma, Gicht oder Krampfadern.

 

Rezept Badezusatz

Übergießen Sie 2 große Hände voll Gierschblätter und –wurzeln mit 2 Liter kochendem Wasser, lassen 10 Minuten lang zugedeckt ziehen und sieben den Extrakt ins Badewasser.

 

SpitzwegerichDer Spitzwegerich (Plantago lanceolata) steht als Erste Hilfe bereit bei heißen Berührungen einer Brennnessel, Insektenstichen und kleinen Schürfwunden. Zerquetschen Sie einfach die Blätter zwischen den Handflächen solange, bis der grüne Pflanzensaft heraustritt und reiben ihn sorgfältig auf die betroffene Stelle. Brennnesselspuren hören auf zu brennen, Insektenstiche schwellen nicht an und kleine Wunden heilen schnell wieder zu.

Die jungen, zarten Blütenstände der Wegerich-Arten schmecken frisch geknabbert ein bisschen wie Steinpilze. Noch leckerer wird es, wenn Sie sie in Butter anbraten oder als Suppe zubereiten.

Spitzwegerich ist eine bewährte Hustenpflanze. Mit dem Zusammenspiel von Schleim, Gerbstoffen, Flavonoiden, Kieselsäure und antibakteriell wirkenden Iridoidglykosiden (Aucubin) lösen Tee, Saft oder Sirup daraus den fest sitzenden Schleim, erleichtern das Abhusten und hemmen Entzündungen. Spitzwegerich hilft auch bei Erkältungen und Grippe.

Ernten Sie einen Vorrat an Spitzwegerichblättern bevor die Pflanze anfängt zu blühen und trocknen sie vorsichtig im Schatten.

Rezept Kaltansatz

Setzen Sie den Tee mit Spitzwegerichblättern kalt an. Übergießen Sie dafür 1 EL voll davon mit 250 ml kaltem Wasser und lassen ihn mindestens ½, besser 2-3 Stunden stehen. So lösen sich die wertvollen Schleimstoffe schonend heraus und legen sich wie ein Schutzschild über gereizte und strapazierte Schleimhäute des Körpers. Wenn es schneller gehen muss, können Sie natürlich auch heißes Wasser für einen Aufguss nehmen.

 

VogelmiereAuch die Vogelmiere (Stellaria media) ist von unverwüstlicher Lebenskraft – deswegen bezeichnet man sie ja auch als UnKraut. Diese unverwüstliche Lebenskraft überträgt sie auf den Menschen, der sie verzehrt. Am einfachsten schneiden Sie die saftigen oberen Triebe der Vogelmiere mit der Schere ab und geben Sie über Salat oder Gemüse, auf das Butterbrot, ins Omelette, über die Tomaten… und überlegen: schmeckt das jetzt nach jungen Erbsen oder eher nach rohem Mais?

Die Vogelmiere putzt den Körper durch. Sie ist reich an Vitamin A, Vitamin C, Schleimstoffen und Mineralien. Neben Kalium und Kieselsäure enthält sie Zink, Phosphor, Magnesium und Kupfer. Die Vogelmiere kann fast das ganze Jahr über geerntet und frisch verwendet werden. Vor allem im Frühjahr reinigt sie den Körper, entschlackt die Lymphe, regt die Nierentätigkeit an und hilft beim Abnehmen. Dafür eignet sich ein Tee aus dem frischen Kraut. Übergießen Sie 1 kleine Handvoll Vogelmiere mit 500 ml heißem Wasser und lassen 5 Min. ziehen. Das ist die Tagesportion.

Rezept Vogelmierenwein

Geben Sie 2 EL geschnittene Vogelmiere in ¼ Liter guten Rotwein und erhitzen ihn – wie beim Glühwein – bis kurz vorm Sieden. Sieben Sie dann ab und trinken ihn langsam und schluckweise. Vogelmierenwein stärkt bei allgemeiner Schwäche nach Erkältungen und auch bei Wetterfühligkeit.  

 

Wiesen-LabkrautDas Wiesenlabkraut (Galium aparine) ist eine schmackhafte Zutat im Frühlingssalat – und kann auf jedem Spaziergang schon unterwegs als Erfrischung geknabbert werden.

Die Komposition der Inhaltsstoffe aus Kieselsäure, Gerbstoffen, einem Glykosid (Asperulosid), Flavonoiden, Zitronensäure und wenig ätherischen Ölen reinigt Lymphe und Blut – auch von Umweltgiften und Pestiziden. Wiesenlabkraut – als Tee oder roh verzehrt - aktiviert die Nieren und hilft bei Ekzemen und Akne (auch als Salbe). Es kräftigt die Milz (hilft gegen Seitenstechen), unterstützt das Immunsystem und schützt die Schleimhaut von Mund, Lippen, Ohren, Darm, Blase oder Vagina. Durch seinen (wenn auch geringen) Gehalt an Labferment hilft es Milch und Milchprodukte leichter zu verdauen. Die kleinen weißen Sternchenblüten sind eine wunderhübsche Dekoration für Salate und Süßspeisen.

 

Rezept Wildkräuter-Pesto

120 g verschiedenste frische Wildkräuter vorsichtig waschen, trocken tupfen und grob zerkleinern. Zusammen mit 40 g gerösteten Sonnenblumenkernen, einigen Spritzern Zitronensaft, 150 ml Olivenöl und 40g frisch geriebenem Peccorino im Mixer zerkleinern bis eine homogene grüne Soße entsteht. In kleine Gläser abfüllen und kühl aufbewahren. Das ist ein vitalisierender Genuss zu Pasta oder Aufläufen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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