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Weiden-Rinde - ein rein pflanzliches Schmerzmittel

WeidenrindeWeiden helfen, mit der Kälte und ihren Folgen umzugehen. In der Rinde der Weide sind 7-10% Salicylsäureverbindungen enthalten. Außerdem noch Gerbstoffe und Flavonoide. Ein Tee aus der Weidenrinde hilft bei Erkältungen und Grippe, senkt das Fieber, nimmt die Kopfschmerzen und löst das entgiftende Schwitzen aus.

Die Salicylate waren das pflanzliche Vorbild für das meistverkaufte Arzneimittel der Welt: Aspirin (ASS). Bei rheumatischen Beschwerden, Gelenkproblemen, Schmerzen in Hüfte, Rücken oder Knien hemmt die Weide die Entzündungen, entwässert den Körper und versorgt ihn mit Mineralstoffen. Für Menschen mit Arthrose ist wichtig zu wissen, dass die Weide auch den strapazierten Knorpel in den Gelenken schützt. 

Bei Zubereitungen aus der Weidenrinde ist im Unterschied zur Acetylsalicylsäure keine Reizung der Magenschleimhaut zu beobachten. Die Hemmung der Blutgerinnung ist deutlich geringer als bei dem Einsatz von Acetylsalicylsäure, wodurch unerwünschte Blutungen faktisch nicht vorkommen.

Menschen, die auf Salicylate allergisch reagieren, sollten Weidenrinde und ihre Zubereitungen meiden.

 

Tee aus Weidenrinde – besser verträglich als Aspirin

Ziehen Sie von jungen, 2-3 Jahre alten Weidenzweigen die saftige Rinde ab, zerschneiden sie in 3-5 cm große Stücke, trocknen sie gut und bewahren sie in einem dunklen Gefäß auf. Bei Bedarf übergießen Sie 1 TL Weidenrinde mit 250 ml kochendem Wasser und lassen 10 Minuten zugedeckt ziehen. Ein Kaltansatz, der 8 Stunden steht, bevor er erhitzt wird, ist auch möglich. (Allerdings schmecken beide nicht besonders lecker.) 2x täglich 1 Tasse genügt meistens.

Wenn dieser Tee länger zieht, enthält er sehr viele Gerbstoffe. Deswegen kann man damit gurgeln bei Mundschleimhautentzündungen oder Zahnfleischbluten. Auch Wunden oder Geschwüre können damit ausgewaschen werden.  

 

Grippe- oder Fiebertee

Weidenrinde                                                  4 Teile

Holunderblüten                                              2 Teile

Lindenblüten                                                  2 Teile

1 Teelöffel der Mischung mit 250 ml Wasser überbrühen, 10 Minuten ziehen lassen. 2 –5 Tassen täglich.

 

 

 

Birkenknospen

Die Birke ist der Baum des Frühlings. Wenn die Tage länger werden, erwacht in ihren Knospen das Leben und sie beginnen,Birkentriebe auszutreiben. Pflücken Sie diese jungen Knospen. In ihnen steckt all die Lebenskraft für das Wachstum von neuen Blättern, Blüten und Zweigen. Diese Frühlingskräfte bringen sie auch in unsere wintermüden Körper. Das merken Sie schon, wenn Sie nur 1-2 Knospen im Mund zerkauen und den harzig-frischen Geschmack auf sich wirken lassen.

Bei Erkältungskrankheiten und Husten nehmen sie die Beschwerden, senken das Fieber und fördern das Ausschwitzen der Krankheitserreger.

Tee oder Tinktur unterstützen außerdem die Wunddesinfektion und Wundheilung.

 

Tinktur aus Birkenknospen – als Vorrat für ein ganzes Jahr

Diese Tinktur hilft bei Husten und senkt das Fieber bei Erkältungskrankheiten. Sie desinfiziert Wunden und unterstützt deren Heilung. Für die Wundbehandlung verdünnen Sie die Tinktur etwa 1:10 mit Wasser, waschen die Wunde damit aus oder machen Umschläge.

 

Geben Sie etwa 20g frische Birkenknospen in ein Schraubdeckelglas und übergießen sie mit 100ml etwa 40%igem Doppelkorn. Lassen Sie diesen Ansatz unter regelmäßigem Umschütteln 4 Wochen lang bei Zimmertemperatur stehen, filtrieren dann ab und bewahren die Tinktur in dunklen Fläschchen auf. 

 

Rezept Öl aus Birkenknospen

Übergießen Sie 2 Handvoll frische Birkenknospen in einem Schraubdeckelglas mit 200 ml Mandelöl. Den Ansatz lassen sie unter regelmäßigem Umschütteln 4 Wochen lang bei Zimmertemperatur stehen, dann filtrieren sie ab und füllen das Öl in ein schönes Glasgefäß. Reiben sie damit schmerzende Gelenke ein - und trinken gleichzeitig etwa 1 Liter Tee aus Birkenblättern. 

 

 

 

Pappelknospen

PappelknospenAuch die Pappeln haben große, eindrucksvolle Knospen voller Heilkräfte. Die klebrigen Knospen enthalten viel ätherisches Öl und Harze. Aus ihnen können Sie ein Öl und später aus dem Öl eine Salbe zubereiten. In der Pappel ist - wie auch in der Weide - Salicin enthalten.

 

Salbe aus Pappelknospen

Salbe aus Pappelknospen beschleunigt die Wundheilung, besänftigt Entzündungen und wirkt antibakteriell. Sie hilft bei Problemen der Haut (Entzündungen, leichte Verbrennungen, oberflächliche Wunden), lindert Gelenkschmerzen, Verrenkungen und Zerrungen und ist bei Hämorrhoiden hilfreich. Schmerzen und Schwellungen bei rheumatischen Beschwerden und Gicht bessern sich. Bei chronischer Bronchitis und Verschleimung hilft das Einreiben der Brust mit dieser Salbe und erleichtert das Abhusten.

 

Übergießen Sie 100g frische Pappelknospen mit 250 ml Olivenöl, lassen den Ansatz 2 Wochen lang stehen lassen und schütteln ab und zu vorsichtig um. Danach erhitzen Sie das Öl sanft auf etwa 50°C für 15 Minuten, sieben die Pflanzenteile ab und lösen in dem heißen Öl 30 g Bienenwachs auf. Füllen Sie die Flüssigkeit in Salbendöschen, decken die mit einem Küchentuch ab und verschließen die Döschen erst wenn die Salbe gut abgekühlt ist.

 

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