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Heilkräuteröl

Die frischen Heilkräuter werden meistens kurz vor Beginn der Blüte gesammelt und ein wenig zerkleinert. In einem Schraubdeckelglas werden die Pflanzenteile mit einem guten Öl (kalt gepresstem Olivenöl, Sonnenblumenöl, Weizenkeimöl... ) übergossen, bis das Öl mindestens 2 cm über den Pflanzenteilen steht. So ein Ansatz bleibt etwa 4 Wochen an einem hellen Plätzchen stehen und sollte täglich sorgfältig umgeschüttelt werden. Nach dieser Zeit filtrieren Sie das Öl durch einen Kaffeefilter oder einfach durch ein feines Sieb ab und füllen es in eine schöne Flasche.
Mit selbst gemalten Etiketten haben Sie den ganzen Winter Freude an Ihrem Pflanzenöl – und auch bei so mancher Gelegenheit ein kleines Geschenk „zwischendurch“.

 

Königskerze

Königskerze

Sie sind in diesem Sommer besonders schön. Die Blüten sollten Sie vormittags ernten, wenn sie nicht mehr feucht vom Tau der Nacht sind. Sie enthalten einen Schleim, der alle gereizten und strapazierten Schleimhäute des Körpers mit einer Schutzschicht überzieht. Das ist hilfreich besonders bei Husten, empfindlicher Mundschleimhaut oder auch geröteten Augen. Bei grippalen Infekten stärkt ein Tee die Abwehrkräfte des Körpers, wirkt entzündungshemmend und beruhigend.
Das Öl dieser königlichen Kerze können Sie auf die Haut auftragen nach leichten Verbrennungen, bei juckender Haut oder auch zum besseren Abheilen frischer Narben. Bei Nervenschmerzen, zum Beispiel im Gesicht oder auch nach einer Gürtelrose, können Sie die betroffenen Stellen liebevoll damit massieren. Und wenn die Ohren kalt geworden sind und schmerzen, wärmen Sie einen Teelöffel in heißem Wasser an, geben einige Tropfen Königskerzenöl darauf und lassen es vorsichtig in den äußeren Gehörgang hineinfließen. Wohlige Wärme breitet sich aus und nimmt die Schmerzen.

Und so machen Sie das königliche Kerzen-Öl:
Füllen Sie die Blüten in ein Schraubdeckelglas und übergießen es mit gutem Olivenöl, lassen etwa 4 Wochen lang ausziehen, schütteln regelmäßig um, filtrieren ab und bewahren es in einem dunklen Fläschchen auf.

 

 

Steinklee

Steinklee gelbAuch der Steinklee winkt uns vom Wegesrand zu. Er stellt keine großen Ansprüche an den Boden und verwandelt Schutthalden in weiße oder gelbe duftende Oasen.
Der Steinklee wird auch Honigklee genannt, weil die Bienen sich an seinem Aroma berauschen. Steinklee ist auch die pflanzliche Vorstufe eines Medikamentes, das Viele kennen werden: Steinklee ist die „Mutter“ aller Blutverdünner wie z.B. „Marcumar“. Im Jahre 1922 beobachteten Farmer in Nordamerika, dass viele Schafe an der "Süßkleekrankheit" mit schweren Blutungen erkrankten oder starben. Die Suche nach der Ursache ergab in den folgenden 10 Jahren, dass im Steinklee Cumarin enthalten ist. Durch Fäulnisprozesse bildet sich daraus das Dicumarol, das als gerinnungshemmender Stoff identifiziert wurde. Im Labor wurden daraus die verschiedenen Antikoagulantien entwickelt, die heute viele Menschen vor einem Herzinfarkt bewahren.Steinklee weiß

Das Öl aus dem Steinklee duftet so fein, dass es trübe Gedanken vertreibt und Sie sich außerdem an dem Tag ein Parfüm ersparen können. Es ist eine Wohltat bei müden und schmerzenden Beinen, Krampfadern und auch Wadenkrämpfen. Bei Prellungen, Verstauchungen, oberflächlichen Blutergüssen und verhärteten Lymphknoten leistet es gute Dienste. Auch bei Kopfschmerzen und Migräne bringt es Erleichterung. Nach einer Massage mit Steinkleeöl fühlen Sie sich sehr energiegeladen!

So stellen Sie Steinkleeöl her:
Schneiden Sie mit einer Schere etwa das obere Drittel einer Steinkleepflanze ab. Es können ruhig Blüten, Blätter, Stängelteile und auch Samen mit dabei sein. Bevor Sie alles in ein Schraubdeckelglas geben, müssen Sie die Pflanzenteile noch einmal sorgfältig zerkleinern und dann mit einem guten Pflanzenöl gut bedecken. Nach 4-6 Wochen abfiltrieren und benutzen.

 

 

Johanniskrautöl – Hausapotheke für ein ganzes Jahr!

Übergießen Sie 50 Gramm frisch gesammelte Johanniskrautblüten in einem Schraubdeckelglas mit 200 ml Oliven-, Sonnenblumen- oder Weizenkeimöl und stellen es verschlossen in die direkte Sonne. Schon nach einigen Tagen erkennen Sie, dass das Öl sich rötlich färbt. Beim täglichen Umschütteln können sie beobachten, wie das Öl unter dem Einfluss der Sonne von Tag zu Tag roter wird, schließlich sogar richtig rubinrot. Danach geben Sie das Öl durch einen Kaffeefilter. Sollten sich am Boden des Gefäßes einige Wassertröpfen absetzen, gießen Sie vorsichtig von dieser blasigen Schicht ab. Sie würde die Haltbarkeit des Öles verkürzen.

Anwendung: Dieses Öl gehört in jede Hausapotheke.

    Sie können damit
  • wunde Stellen, Schürfwunden, Sonnenbrand betupfen, einreiben oder ein mit dem Öl getränktes Tuch darauf legen
  • Narben täglich massieren
  • schmerzende Muskeln liebevoll massieren
  • bei Kopfschmerzen die Schläfen einreiben
  • bei Gürtelrose nach Verschwinden der Bläschen die Haut beruhigen
  • Galle-, Leber- und/oder Magenstörungen lindern, indem Sie es tropfenweise einnehmen und ganz allgemein die Abwehrkräfte stärken.

Das neue Buch "Meine PflanzenManufaktur" steckt voller nützlicher und unnützer Dinge, die man aus Pflanzen ganz leicht selber machen kann. Und auch ein anregendes Geschenk.

Meine Pflanzenmanufaktur

„Ostern“ war vor langer Zeit das Fest der germanischen Göttin Ostara. Es wurde zur Tag- und Nachtgleiche im März gefeiert. Ab jetzt sind die Tage wieder länger als die Nächte. Ostara bringt uns die Sonne aus dem Osten – sie bringt uns Licht, Wärme – und neues Leben.

Ostara - Göttin des Frühlings und des Ackerbaus

Kräuterwanderungen und Jahreskreisfeste. Mit wachen Sinnen streifen wir durch Wald, Wiese und an den Bach, erleben die Veränderungen in der Natur und lassen den Tag am Feuer mit Liedern und Geschichten ausklingen.

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Die Nelkenwurz ist eine eher unscheinbare Wildpflanze mit kleinen gelben Blüten. Sie ist in vielen Gärten verbreitet - bleibt aber oft unentdeckt. Ursula Stumpf erklärt im SWR Fernsehen die heilende Wirkung.

Nelkenwurz - die unbekannte Heilpflanze. Video anschauen

Impressionen von der UnKrautKonferenz

UnKrautKonferenz 2017