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Heilpflanzen bei Arthrose und degenerativen Gelenkerkrankungen

Bei der Behandlung der Arthrose mit Heilpflanzen müssen wir vier verschiedene Wirkungsrichtungen beachten: die Anregung der Nieren, die Kräftigung des Bindegewebes, das Vermeiden von Entzündungen und die Förderung der Durchblutung.


1. Anregung der Nieren
Heilpflanzen, die den Körper mit Mineralstoffen versorgen und dafür sorgen, dass überschüssige Säuren über die Nieren ausgeschieden werden, sind gute alte Bekannte: Löwenzahn und Brennnessel. Sie können gleich jetzt im Winter mit einer Teekur beginnen (Dauer 4-6 Wochen). Im Frühjahr nehmen Sie zusätzlich die frischen Pflanzen in den Speiseplan auf. (Rezept Löwenzahnwurzeltee: 2 Teelöffel Löwenzahnwurzel mit 500 ml kaltem Wasser übergießen, aufkochen und 10 Minuten ziehen lassen.) Sie werden merken, dass die Beschwerden nachlassen und die Gelenke wieder beweglicher werden.
Anschließend trinken Sie Brennnesseltee. (2 Teelöffel voll getrockneter Brennnessel mit 500 ml kochendem Wasser aufgießen, 5 Minuten ziehen lassen, über den Tag verteilt trinken). Auch die Brennnessel entsäuert den Körper mit ihren vielen Mineralstoffen, Vitaminen und Neurotransmittern und regt die Nieren an. Die Forschung hat bestätigt, dass Brennnesseln in der Therapie der Arthrose mindestens genauso wirksam sind wie NSAR (nichtsteroidale Antirheumatika). Brennnesseln hemmen die Produktion der Entzündungsstoffe, reduzieren deutlich die Schmerzen und bessern die Beweglichkeit der Gelenke. Im Frühjahr können sie bedenkenlos 50g frische Brennnessel täglich zu sich nehmen. Frischpflanzenpresssäfte (aus dem Reformhaus) haben  die gleichen Wirkungen. Eine alte – und bewährte - Methode bei steifen Gelenken ist die Urtikation: Es erfordert etwas Überwindung, die schmerzenden Gelenke mit frischen Brennnesseln zu bestreichen. Das reizt die Haut und durchwärmt sie, die Durchblutung wird gefördert und in der Folge verschwinden die Schmerzen. Die behandelten Stellen bitte einige Tage nicht waschen, sonst verwandelt sich die Wärme in Brennen.



2. Kräftigung des Bindegewebes
Der hohe Gehalt des Ackerschachtelhalms an Kieselsäure strafft das Bindegewebe, verbessert die Elastizität und regeneriert Sehnen, Bänder und Knorpel der Gelenke. Um die Kieselsäure aus dem Schachtelhalm heraus zu lösen, muss der Tee 15 Minuten lang vor sich hin köcheln. (2 Teelöffel Ackerschachtelhalm pro Liter Wasser).
Auch bei Arthrose sollten Sie viel trinken, insgesamt mindestens zwei Liter von diesen Kräutertees pro Tag.




3. Vermeiden von Entzündungen
Auch wenn Arthrose meistens ohne Entzündungen verläuft, können doch immer wieder akute entzündliche Schübe auftreten. Hier hilft neben der Brennnessel (s. oben) die Teufelskralle (Harpagophytum procumbens). Zubereitungen aus der Wurzelknolle hemmen die Entzündungsbereitschaft bei Gelenkerkrankungen. Die Teufelskralle ist in Afrika zu Hause, sie enthält sehr viele Mineralstoffe und Bitterstoffe. Hier empfiehlt es sich, auf Fertigpräparate aus der Apotheke zurückzugreifen.
Weidenrinde hemmt die Entzündung, nimmt die Schmerzen bei Arthrose und schützt den Knorpel. In der Rinde der Weide sind 7-10% Salicylsäureverbindungen enthalten, aus denen der Körper die wirksame Salicylsäure freisetzt. (1 Teelöffel Weidenrinde pro 250 ml Wasser, 10 Minuten köcheln lassen. Schmeckt nicht besonders lecker, deswegen und wegen des besseren Dosierbarkeit Präparate aus der Apotheke vorziehen.)


Arnika ist ebenfalls eine stark entzündungshemmende Heilpflanze und eignet sich daher zur äußeren Behandlung der Arthrose in Form von Salben, Ölen, Tinktur.  






4. Förderung der Durchblutung, Wärmetherapie 
Rosmarin wird als Stärkungsmittel bei Gelenkerkrankungen eingesetzt. Und er ersetzt den Kaffee! Morgens und mittags getrunken macht er richtig munter! (1 Teelöffel Rosmarin mit 500ml heißem Wasser aufgießen, 5 Minuten ziehen lassen.)

Ein Massageöl mit Rosmarin und Wacholder durchwärmt die Gelenke und hemmt die Schmerzleitung. Mischen Sie 3 Esslöffel zerquetschte Wacholderbeeren mit 2 Teelöffel Rosmarin und übergießen alles mit 250 ml Olivenöl, das auch Sonne und Wärme getankt hat. Lassen Sie diesen Ansatz vier Wochen hell stehen, schütteln täglich um, sieben dann ab und massieren damit täglich die betroffenen Gelenke. Sie können dieses Öl auch ins warme Badewasser geben.

 
Ein Sud aus Heublumen - entweder als Badezusatz oder im Wickel - gehört zu den wirksamsten Maßnahmen bei der Behandlung schmerzender Gelenke. Es ist ein Gemisch aus Blütenteilen, Samen, kleineren Blatt und Stängelstücken von Wiesenblumen und Gräsern. Wirksam sind hauptsächlich ätherische Öle und Cumarine. Heublumen regen die Hauterwärmung an, entspannen die Muskeln und lindern den Schmerz. Heublumensäckchen gibt es fertig in der Apotheke. Bei Bedarf den Heusack leicht anfeuchten und im Wasserdampf 30-60 Minuten dämpfen. Den heißen Heusack herausnehmen, kurz aufschütteln und so heiß wie möglich auf das schmerzende Gelenk legen, mit warmen Tüchern umwickeln und fixieren. Er bleibt so lange liegen, wie Sie ihn als angenehm warm empfinden.

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